Ben Nevis

Der höchste Berg Großbritanniens & Schottlands

Glen Coe – das berühmteste Tal Schottlands

Glen Coe ist Schottlands bekanntestes Tal

Glen Coe ist das wohl bekannteste Tal in Schottland.

Das liegt zum einen an seiner geschichtlichen Rolle als Schauplatz eines der grausamsten historischen Ereignisse der Schottischen Geschichte.

Zum anderen ist das Tal heutzutage ein beliebter Touristen-Magnet. Neben beeindruckenden Naturschauplätzen findet man dort verschiedene Sehenswürdigkeiten und Angebote für Freizeitaktivitäten.



Grausamer Schauplatz: Das Tal der Tränen

Blicken wir zunächst zurück auf das Jahr 1688. Der protestantische König William II. verdrängte den Katholiken Jakob VII. ins Exil. Viele seiner Anhänger, auch als „Jakobiten“ bezeichnet und vorangig in den Highlands ansässig, rebellierten gegen ihren neuen Herrscher William II.

Dieser bot den Highland-Clans Amnestie an, wenn ihre Anführer bis zum 01.01.1692 einen Treueschwur auf William ablegen würden.

Die meisten Clanchefs kamen dieser Aufforderung nach, doch der Anführer des ohnehin verhassten Clans „MacDonalds of Glencoe“ verpasste den offiziellen Termin für den Treueschwur aufgrund mehrer unglücklicher Umstände um einige Tage.

Der für Schottland verantwortliche Minister Sir John Dalrymole nutzte diese Verspätung, um die MacDonalds zu bestrafen und damit den anderen Clans gegenüber ein Exempel zu statuieren. Er entstandte eine Soldaten-Kompanie nach Glen Coe, die dort Steuern eintreiben sollten.

Aufgrund der damals üblichen Gastfreundschaft, wurden die Soldaten für den vorgesehenen Zeitraum ihrer Mission von den MacDonalds Clanmitgliedern in ihren Häusern aufgenommen.

Nach 12 Tagen erhielten die Soldaten schließlich den Befehl, den MacDonalds-Clan (zum großen Teil) auszulöschen: Alle unter 70-jährigen sollten getötet werden.

Am 13. Februar in aller Früh begingen die Soldaten schließlich ein Massaker an ihren Gastgebern und zahlreiche MacDonalds-Clanmitglieder wurden im Schlaf hingerichtet.

Von Historikern wird Glen Coe aufgrund dieses schrecklichen Ereignisses auch als „Tal der Tränen“ bezeichnet.

Sehenswürdigkeiten & Aktivitäten

Im Westen des Tals liegt zu Beginn Glencoe Village. Dieses Dorf befindet sich rund 24 km südlich von Fort William und ist am einfachsten per Auto über die A82 zu erreichen. Durch Glencoe Village verläuft der bekannte Fernwanderweg West Highland Way.

Neben einigen Lebensmittelläden und Unterkünften gibt es dort das Glencoe & North Lorn Folk Museum. Dabei handelt es sich um ein Heimatkundemuseum mit Ausstellungsstücken über bäucherliches Leben und die Landwirtschaft in den Highlands sowie Exponaten der Militärhistorie.

2,5 km östlich von Glencoe Village befindet sich das Glencoe Visitor Centre. Dort gibt es zahlreiche Informationsbroschüren sowie interaktive Medien, die über die Geschichte sowie aktuelle Entwicklungen des Glen Coe-Tals informieren. Zudem befindet sich im Besucherzentrum ein Souvenir-Shop und ein Cafe.

Spaziergänger kommen rund um den nördlich im Tal gelegenen Glencoe Lochan auf ihre Kosten. Rund um diesen idyllischen See führen verschiedene Wege, die ideal für 30- bis 60-minütige Spaziergänge geeignet sind.

Auch für Wanderer ist einiges geboten, denn Glen Coe ist von einer eindrucksvollen Berglandschaft umgeben. Das 1150 Meter hohe Bergmassiv Bidean nam Bian bildet dabei nur eines von vielen Highlights. Das Massiv öffnet sich nordwestlich zum Glen Coe in die drei Bergrücken Aonach Dubh, Gearr Aonach und Beinn Fhada. Die drei sind auch als „The Three Sisters of Glen Coe“ bekannt und sind ein beliebtes Ziel von Wanderern.

Entdecken Sie weitere Aktivitäten nahe des Ben Nevis bzw. Fort William auf unserer Website.