Ben Nevis

Der höchste Berg Großbritanniens & Schottlands

Mountain Track

Der sogenannte Mountain Track, auch als „Pony Track“, „Ben Path“ oder  „Tourist Route“ (dt. „Touristen-Route“) bezeichnet, ist die wohl bekannteste Route zum Gipfel des Ben Nevis. Im Folgenden erfahren Sie den Verlauf, die Länge und den Schwierigkeitsgrad des Wanderpfads.



Vom Tal bis zum Gipfel

Der Mountain Track startet zum einen von der Ostseite des Tals Glen Nevis bei Achichtee, etwa 2 km entfernt vom Ortskern von Fort William.

Zum anderen befindet sich beim Ben Nevis Visitor Center und der nahegelegenen Jugendherberge im Westen des Glen Nevis-Tals ein weiterer Zugang zur Route: Hat man die Brücke beim River Nevis überquert, folgt man einem kurzen Fußweg, der dann direkt in die Wanderstrecke übergeht.

Viele Wanderer nutzen daher das Besucherzentrum als Anlaufpunkt, um ihren Aufstieg zum Ben Nevis über den Mountain Track zu starten. Dieser Startpunkt liegt rund 20 Meter über dem Meeresspiegel.

Die Route verläuft zunächst rund 560 Meter steil bergauf bis zum Sattel am Lochan Meall an t-Suidhe (auch „Halfway Lake“ genannt).

Mountain Track Anfang
Die ersten Meter auf dem Mountain Track
Halfway Lake Lochan Meall an t-Suidhe
Blick auf den Lochan Meall an t-Suidhe

Von dort führt sie dann in Zick-Zack-Formation weitere 700 Meter die steinige Westflanke des Ben Nevis hinauf. Am Gipfel angekommen, erwartet die Wanderer entweder eine wunderschöne Aussicht oder starker Nebel, der die Sicht stark bzw. komplett einschränkt.

Tourist Route kurz vor dem Gipfel
Der Mountain Track im Winter – kurz vor Erreichen des Gipfels

Länge des Mountain Track

Der Mountain Track hat eine Länge von 17 km (10,7 Miles). Die Länge ist für eine Tageswanderung auf einen Berg durchaus üblich. Wenn Sie nicht einschätzen können, was für eine Herausforderung 17 km bergaufwärts bedeuten, verschaffen Sie sich zunächst einen Eindruck von der Länge des Wanderpfads mithilfe einer Karte. Erfahren Sie außerdem auf unserer Seite wie lange die Wanderung auf den Ben Nevis dauert.

Schwierigkeit der Route

Dem Mountain Track kann man die meiste Zeit hinweg relativ einfach immer vorwärts folgen. Es gibt nur wenige Stellen mit Abzweigungen, bei denen man falsch abbiegen und vom offiziellen Weg abkommen könnte. Vereinzelte Hinweistafeln geben zusätzliche Orientierung. Insbesondere im Winter sollte man jedoch Kleidung und Ausrüstung mit Bedacht wählen. Wie auf jeder Berg-Wanderroute gibt es Gefahrenpotentiale – daher ist eine gute Vorbereitung auch für diese als „mittelmäßig schwierig“ eingestufte Route unabdingbar.

Erfahrungen

Die meisten Ben Nevis-Wanderer kommen nicht um ihn herum: Der Mountain Track ist deshalb so reizvoll, weil er wunderschöne Aussichten auf die umliegenden Täler und Berge bietet und relativ einfach zu meistern ist. Daher begegnet man auf dieser Route Menschen aller Couleur. Die Landschaft bietet typisches Highland/Schottland-Feeling – viele verbinden die Naturkulissen mit einem Mix aus Freiheit, Lebensfreude und Melancholie.

Auch für erfahrene Wanderer ist die Route durchaus als eine Art „Warm up“ empfehlenswert, sofern sie zuvor keinerlei Erfahrung mit den Highlands und dem Ben Nevis im Speziellen gesammelt haben. Der Mountain Track verschafft nämlich einen guten Vorgeschmack auf anspruchsvollere Routen und gibt eine Kostprobe von den Gegebenheiten im schottischen Hochland.

Auf dem Mountain Track bietet sich an manchen Tagen allerdings ein durchaus skurriles Bild: Touristen laufen in Sandalen, kleine Kinder werden beim Auf- und Abstieg salopp auf den Schultern getragen … erfahrene Wanderer können da natürlich nur den Kopf schütteln, sind sie doch anderes in Sachen Sicherheit und Ausstattung gewohnt.

Nicht umsonst nennen viele Schotten den Mountain Track auch „Tourist Route“. Sie ist nun mal der einfachste Weg um den höchsten schottischen Berg zu erklimmen und zieht entsprechend viele Touristen an, unter denen einige keinerlei Wandererfahrung haben. Auch wenn es eher die Ausnahme ist: Auf dem Pfad herrscht besonders an sonnigen Tagen des Öfteren „Hochbetrieb“, sodass die Wandergruppen teilweise regelrecht aneinander kleben.

Wer keine Lust darauf hat und einen abgeschiedeneren Pfad mit ein wenig mehr Herausforderung in Form von einfachen Kraxel-Einheiten sucht, sollte sich unbedingt die alternative Route Carn Mor Dearg Arete ansehen.