Ben Nevis

Der höchste Berg Großbritanniens & Schottlands

Navigation

Wenn Sie auf den Ben Nevis steigen, sollten Sie sich vorab Gedanken darüber machen, welche Route Sie wählen. Damit Sie diese auch wirklich einhalten und sich nicht verlaufen, reicht es oft nicht aus, wenn Sie sich bei der Navigation an den raren Ausschilderungen auf dem Berg orientieren. Daher finden Sie im Folgenden wertvolle Tipps, wie Sie bei Ihrem Ausflug sicher und zielgerichtet durchs schottische Hochland kommen.

Vorbereitung

1. Empfehlenswert ist die Nutzung von detaillierten Karten, auf denen Sie Ihre Route im Voraus gut studieren können. Zeichnen Sie auch mögliche Alternativrouten ein, falls sich bei der Wanderung die Wetter- oder Wegbedingungen unerwartet ändern.

2. Ergänzend kann ein Kompass zur Orientierung hilfreich sein. Dieser sollte gut lesbar sein und vor dem „großen“ Ausflug mindestens einmal bei einem kleineren Spaziergang getestet werden.

3. Berechnen Sie grob, wie lange Sie für Ihre Wanderstrecke hin und zurück brauchen. Dies hängt einerseits von Ihrer bzw. der Kondition Ihrer Gruppe ab, andererseits von Faktoren wie

  • Wetter (schlechte Sichtverhältnisse können die Dauer bspw. erhöhen, Regen kann Bäche unpassierbar machen usw.)
  • Steilheit der Wege (ggf. müssen Sie diese im Zick Zack laufen)
  • Geröll / sumpfige Böden (die Wanderung dauern dadurch oft länger, als es der Blick auf einer Karte vermuten lässt)

4. Wenn Sie mit dem Ben Nevis, Bergen allgemein oder speziell den schottischen Highlands wenig vertraut sind, können Sie sich Tipps zur Navigation bei den örtlichen Tourist Infos einholen.

Auf dem Berg

1. Schauen Sie regelmäßig auf Ihre Karte und vergewissern Sie sich, dass Sie sich auf dem richtigen Weg befinden. Dieser Hinweis mag banal erscheinen. Es kann aber zu kräfteraubenden und mitunter gefährlichen Situationen kommen, wenn Ihnen zu spät auffällt, dass Sie von Ihrer geplanten Route abhanden gekommen sind.

2. Sollten Sie sich verlaufen haben, halten Sie an und überlegen Sie, wie Sie bisher geloffen sind. Laufen Sie Ihre bis zu diesem Punkt zurückgelegte Route solange zurück (dabei kann der Kompass auch helfen), bis Sie bestimmte Wegmerkmale wiedererkennen, die mit Ihrer ursprünglich geplanten Route auf der Karte übereinstimmen.

3. Bei schlechten Sichtverhältnissen, auf dem Ben Nevis häufig durch Nebel bedingt, halten Sie Ihren Kurs am besten mit Hilfe des Kompass. Schätzen Sie zudem anhand Ihrer Karte und Ihrer Uhr (zeitliche) Entfernungen ab. Bei detaillierten Karten kann das genaue Beachten der Konturlinien bei der Orientierung helfen. Entscheiden Sie bei äußerst schlechter Sicht, ob ein Abbruch Ihrer Wanderung Sinn macht, und kehren Sie ggf. um.

4. Beim Abstieg sollten Sie sich besonders auf den Weg konzentrieren. Grobe Fehler können hier schnell zu Stürzen mit ernsten Verletzungen führen. Dies gilt vor allem bei schlechten Sichtverhältnissen.

Wenn Sie den Gipfel des Ben Nevis erreicht haben und dort schlechte Sichtverhältnisse herrschen, kann es schwierig werden, den richtigen Weg nach unten zu finden. In einem solchen Fall können Sie mit Hilfe der folgenden Gradzahlen auf Ihrem Kompass orientieren. Ausgehend von der Gipfelspitze gelangen Sie so auf den Mountain Track bergabwärts:

  • Folgen Sie dem Gradmaß 231 Grad ca. 150 Meter, rechts von Ihnen ist die Gardyloo-Schlucht
  • Nach dieser Distanz schlagen Sie die Richtung mit dem Gradmaß 282 Grad auf Ihrem Kompass ein
    (Die Grad-Angaben sind grob gehalten und erforden einen korrekt eingestellten Kompass sowie viel Übung im Umgang damit. Die Korrektheit der Angaben können wir nicht garantieren – um auf Nummer sicher zu gehen holen Sie sich bspw. Rat von erfahrenen Bergführern)

Fazit

Klettern oder Wandern auf dem Ben Nevis bietet Ihnen herrliche Ausblicke und eine traumhafte Landschaft. Damit Sie sich auf dem Berg sicher bewegen können, sollten Sie die hier aufgeführten Tipps zur Navigation beherzigen sowie die Hinweise zur Sicherheit lesen.